Produkt-Methodik
Die meisten Produkte werden für die Ausnahme gekauft und im Alltag bewertet. Man kauft das Auto für die grosse Reise und fährt damit zur Arbeit. Man kauft das Werkzeug für das grosse Projekt und benutzt es für das kleine. Entschieden wird an den anderen Tagen, den gewöhnlichen, in dem, was nach dem Kauf kommt.
Genau dort schaut die Produktentwicklung am wenigsten hin. Sie optimiert den Moment der Entscheidung, das Datenblatt, den Vergleich, den Auftritt im Showroom. Was auf dem Arbeitsweg zählt, in der vierzigsten Wiederholung derselben Handlung, taucht in keiner Spezifikation auf. Und genau daran entscheidet sich, ob jemand bleibt oder still zum nächsten wechselt.
Diese Serie handelt von dieser Lücke. Nicht von E-Autos, auch wenn die Beispiele oft daher kommen, weil ich diesen Markt am genauesten kenne. Sondern von Produkten allgemein, von der Frage, wie man baut, was im Alltag trägt, und von den Werkzeugen, mit denen man das erkennt, bevor der Kunde es einem zeigt.
Die meisten gestalten Kaufgründe. Mich interessieren Bleibgründe.
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